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Rezension:Wieso macht die Tomate dick?: Schlank und fit für immer - Kohlenhydrate aufspüren und austricksen - (Taschenbuch)

Der Titel des vorliegenden Buches hat mich aufhorchen lassen. Nachdem ich das Buch in meinen Händen hielt, blätterte ich sofort zur Seite 52, um nachzuschauen, was Dr. Strunz mit dieser mir reichlich absurd erscheinenden Frage "Wieso macht die Tomate dick? bezweckt hat und konnte feststellen, dass er wie so oft mit seinen provokanten Fragestellungen auch hier einen pädagogischen Zweck verfolgt und wieder verdeutlicht, dass man sich besser erst mal schlau macht, bevor man Scheinwissen, wie es durch diese Frage transportiert wird, für bare Münze nimmt.


Als bekennende "Strunz-Jüngerin"- ich jogge nach seiner Methode seit 10 Jahren täglich 1/2 Stunde, mache auch brav die von ihm vorgeschlagenen Dehnübungen und ernähre mich seinen Ratschlägen gemäß - bin ich stets neugierig, was dieser Arzt Neues zu berichtet weiß. Wie immer ist er ironisch und weiß mit seinen flapsigen Späßen zu erheitern. Gut, gewiß nicht jeden. Menschen, die keine Ironie verstehen, könnten am Ende meinen, dass sie Katzenfutter zu sich nehmen sollen, wenn sie lesen "Knödel sind am Schnarchen schuld. Katzenfutter ist gesünder",(Zitat. S.10). Keine Sorge Strunz empfiehlt seinen Lesern trotz dieser Aussage kein Katzenfutter!:-))


Das Buch enthält u. a. 70 Thesen, deren Wahrheitsgehalt Dr. Strunz überprüft. Zu diesen Thesen gehören solche wie etwa: "Die Nudel wird zu Fett auf der Hüfte", "Kohlenhydrate stoppen die Fettverbrennung","Heißhunger auf Süßes kann man austricksen", "Mit Eiweiß lässt sich leichter abnehmen", "Bewegen ist die einzige Diät, die ewig hält", "Eine nudeldicke Deern hat ein schlechtes Immunsystem", "Nudelentzug senkt den Blutdruck" etc, etc.


Strunz beantwortet natürlich die Thesen nicht nur mit "stimmt" oder "stimmt nicht", sondern begründet seine Antworten gut nachvollziehbar und zieht auch immer wieder empirische Studien heran, um seine Antworten wissenschaftlich zu belegen.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass er gegen die Zucker- und Mehlindustrie zu Felde zieht, an denen er zu Recht kein gutes Haar lässt.


Der These, dass Zucker das Hirn kaputt macht, stimmt er zu, räumt allerdings ein, dass das Gehirn morgens Zucker braucht und zwar Fruchtzucker, den man sich durch Obst zuführen sollte. Wer viel Industriezucker isst, ist ständig müde und unkonzentriert und muss langfristig nicht nur mit Diabetes, sondern auch mit Demenz und Alzheimer rechnen, denn das Insulinsystem stimmt bei Diabetikern im ganzen Körper nicht mehr, auch im Gehirn nicht. Nervenzellen können keinen Zucker mehr aufnehmen und das Gehirn stellt seine Tätigkeit ein. Dies genau hat man bei Alzheimerpatienten festgestellt. Personen, die als Erwachsene Diabetes entwickeln, haben ein um mindestens 66 Prozent erhöhtes Risiko, an Demenz oder Alzheimer zu erkranken, (vgl.: S.69).


Die Gefahr Herzinfarkt oder Krebs zu bekommen, verringert sich auch nachweislich, wenn man auf Weißmehl und Zucker verzichtet. Gerade der immer wieder stark ansteigende Blutzucker stellt für wuchernde Krebszellen eine optimale Energieversorgung dar und fördert folglich ihr Wachstum, (vgl.: S.82).

Zucker macht übrigens süchtig, (Näheres siehe Seite 91).

Der Autor zeigt gangbare Wege aus dem Süßhunger auf, die ich seit vielen Jahren gehe und jedem empfehlen kann. Chilischoten und Ingwer machen wirklich fröhlich. Übrigens enthalten Hülsenfrüchte viel Tryptophan und liefern die Kohlenhydrate, die notwendig sind, damit unser Gehirn daraus Serotonin herstellt (vgl.: S.93), das uns dann gewissermaßen glücklich macht, wenn wir uns nicht sperren.


Dr. Strunz setzt auf Eiweiß und Vitalstoffe und erklärt auch, weshalb wir "leere" Kohlenhydrate (sprich den ganzen Industriemüll aus Zucker und Weißmehl) nicht essen sollen.

Im Rezeptteil wartet er mit delikaten, schmackhaften Gerichten auf, die unserer Gesundheit förderlich sind. Die Rezepte lassen sich einfach zubereiten.

Sehr gut ist die "Carb-Tabelle", die den Gehalt von Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Ballaststoffen von über 400 Lebensmitteln aufzeigt und darlegt, was man einfach und was ab und an genießen kann aber auch, was man mit Vorsicht genießen sollte.

Wie alle Bücher von Dr. Strunz ist auch dieses sehr lehrreich. Es ist lobenswert, dass er mit Irrtümern aufzuräumt. Allerdings wird man nicht von jedem geliebt, wenn man Vorurteile zu beseitigen sucht. Dr. Strunz sieht das gewiss locker, denn er weiß sich von seinen Jüngern ja sehr geliebt. Nudel-Junkies werden ihn zunächst mal nicht mögen. Das ist klar. Schade eigentlich. Nach der Methode Strunz zu leben, ist nämlich ein täglicher Lustgewinn.

Empfehlenswert.

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