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Rezension: Dr. Rüdiger Dahlke - Entgiften, Entschlacken, Loslassen

Die vergangenen 73.18 Minuten habe ich mich in der Badewanne aufgehalten und dort in dieser Zeit Dr. Rüdiger Dahlkes Heilmeditationen gehört. Die CD höre ich seit einigen Tagen nach langem täglichen Tun vor dem Einschlafen im Bett und möchte gleich zum Eingang meiner Rezension festhalten, dass ich kaum etwas kenne, was so wohltuend ist, wie der Inhalt dieser CD.

Worum geht es? Man hört im Hintergrund der CD fast surreale sanfte Töne - keine Musik-, die einen in eine andere Welt führen, dazu hört man die überaus angenehme Stimme Dr. Dahlkes, der den Zuhörer mitnimmt auf eine meditative Reise, die dazu verhelfen soll zu entgiften, zu entschlacken und loszulassen.

Das funktioniert über ganz bewusstes Ein- und Ausatmen. Hierdurch werden spürbar körperliche und seelische Blockaden frei, man entspannt sich und wird offen für Neues. Diese Methode ist ein Weg, die innere Mitte zu finden, die notwendig ist, wenn man ein Mehr an Lebenskraft anstrebt.

Dr. Dahlke erklärt, dass Worte und Töne immer Räume von Erlebnissen sind, von Bildern, Farben und anderem mehr. Während der Meditation soll man sich erlauben, sich von diesen Tönen und Worten in das Reich farbiger Bilder wegtragen zu lassen und im Augenblick der Entrückung loszulassen von allem Wollen und Tun. Indem man hierbei immer wieder bewusst ein- und ausatmet, kommt etwas in Bewegung, befreit man sich durch das Atmen von alten seelischen Schlacken , die über Finger- und Fussspitzen abfließen. Macht man sich die Schatteninhalte der Seele bewusst und lässt sie los, kommt frischer Wind in die Seele und schafft Platz für neue Seelen-Energie.

Dr. Dahlke empfiehlt in der Folge, sich vorzustellen, wie man sich dem Menschen, dem man am meisten vertraut, absolut hingibt, sich in seine Arme fallen lässt und aufgefangen wird. Dies geschieht in einem Baderitual. Man befindet sich mit diesem Menschen, der uns im Arm hält, in angenehm warmem Heilwasser.

Nun beginnt das Befreiungsritual des Verzeihens. Man ist bereit dem Menschen zu verzeihen, der uns am meisten weh getan hat. Man stellt sich weiterhin verzeihend vor, was dieser Mensch am meisten braucht und lässt dabei seine schmerzhaften Gefühle, seinen Ärger und seine Wut, auch seinen Kummer bewusst los, weil man versteht, dass Nicht-Verzeihen negative Energie bindet und uns in unserer Kreativität und Liebesbereitschaft blockiert. Man schickt diesem Menschen gute, liebevolle Gedanken und entspannt sich.

Überall, nicht nur in der Schattenwelt der Seele, sondern auch in der Oberwelt der Placken in der Blutbahn kann man durch gezieltes Ein- und Ausatmen Schlacken lösen, diese in Bewegung bringen und zum Abfließen motivieren. Das Heilwasserbad reinigt von seelisches Giften und das gezielte Ein- und Ausatmen gibt nicht mehr Brauchbares weiter in den Kreislauf des Wandels.

Dr. Dahlke macht klar, dass man auch sich selbst verzeihen und sich annehmen muss, um Raum für neue Lebensenergie zu schaffen. Auf diese Weise lösen sich gedankliche Verhärtungen auf und man wird entspannter, verliert seine Verbissenheit in den Gesichtszügen und kann wieder lachen.

Ich kann diese CD nicht genug loben, weil sie tatsächlich spürbar Blockaden löst und uns, je öfter man sich gedanklich mit dem Inhalt befasst, immer mehr positive Lebensenergie zuführt.

Empfehlenswert.


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Rezension: Bauch Beine Po- Thorsten Tschirner

Wir nähern uns mit großen Schritten dem Frühling und möchten natürlich alle in 28er Jeans passen. Neben FDH und Joggen sind deshalb in den nächsten Wochen Übungen für Bauch, Beine und einen knackigen Po angesagt. Dieses Büchlein ist keine große Investition aber die Ergebnisse sind beachtlich, wenn man seinen inneren Schweinhund ins Körbchen verwiesen hat und der Disziplin täglich die Ehre erweist.

In der Einleitung nimmt Tschirner zum "Warm-up" Stellung, mittels dem man sich auf das bevorstehende Work-out vorbereitet. Das "Warm-up" erhöht die psychische und pysische Leistungsbereitschaft, weil richtig durchgeführt, die Körpertemperatur auf ideale 38,5 Grad ansteigt, Blut und Gewebeflüssigkeit dünnflüssiger werden und sämtliche Stoffwechselprozesse schneller laufen. Zudem minimiert man durch das Aufwärmen das Verletzungsrisiko. Tschirner nennt als ideale Aufwärmübungen Seilspringen, Treppensteigen, Tanzen etc.

Das "Cool-down", durchgeführt durch lockeres Gehen und leichtes Stretching, dient dazu, Körper und Geist zu entspannen. Tschirner ermahnt den Trainingswilligen in der Einleitung, stets Haltung zu bewahren. Das bedeutet bei allen Übungen auf einen geraden Rücken zu achten, das heißt konkret das Steißbein nach unten und den Scheitelpunkt nach oben, die Schulterblätter nach hinten unten und den Bauchnabel nach innen zu ziehen.

Der Bauch kann nicht nur ein attraktiver Blickfang sein, sondern er ist neben den Rückenmuskeln auch für die Stabilität unseres Rumpfkorsetts verantwortlich. Dass Beine nicht nur fit, sondern auch schön geformt sein sollen, dürfte jedem klar sein und dass man in der angestrebten 28er Jeans einen knackigen Po haben sollte, ebenfalls. Kein einziges Körperteil reagiert so schnell auf ein gutes Trainig wie der Po. Anhand von erhellenden Abbildungen lernt man den Sitz der Bauchmuskeln, der Hüftbeugemuskulatur, der Oberschenkelmuskulatur, der Wadenmuskulatur, der Schienbeinmuskulatur und der Gesäßmuskulatur kennen.

Die Übungen im Anschluss sind in solche für Einsteiger und Fortgeschrittene untergliedert. Sie werden sehr gut erklärt und jeweils bildlich dargestellt. Die Einsteigerübungen sind superleicht und ohne Anstrengung ausführbar. Seitenstütz und Seitenbeuge für Fortgeschrittene, 12x wiederholt bringt das sehr gute Erfolge. Die Übungen schaffen einen zugegebenermaßen anfangs allerdings etwas.
Wer joggt, hat per se schlanke Beine, kann aber durch Tschirners Übungen noch bessere Formen bekommen. Das gilt auch für den Po. Hier eine tolle Übung für diesen Hingucker:
"Start: Vierfüßlerstand. Arme und Ellenbogenstütz, Handflächen aneinanderpressen. Ein Bein nach hinten ausstrecken und auf den Zehenspitzen aufstellen.
Ausatmen: Gestrecktes Bein anheben und Oberschenkel über Pohöhe hinausschieben. Zehenspitzen anziehen. Position 2 bis 3 Sekunden lang halten.

Einatmen: Das Bein langsam wieder absenken, jedoch nicht auf den Boden aufstellen. 25-30 mal wiederholen, dann die Seite wechseln." ( S.37)

Die Work-out-Programm in der Folge lässt Freude aufkommen. Ich empfehle, Musik beim Training zu hören und dem inneren Schweinhund auf keinen Fall kein Gehör zu schenken.

Merke: "Disziplin ist alles". (Das Dauermantra meiner preußischen Vorfahren :-)))
Empfehlenswert.


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Rezension: Klang als Weg zur Achtsamkeit-E. Röcker

Dieses Buch dient dazu, das eigene Potenzial mittels Musik zu entfalten. Dem Buch ist eine 60- minütige CD beigeliegt, die die Achtsamkeit des Lesers schulen soll. Auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels, erfährt man konkret, was man auf der CD hören kann.

Die Autorin Anna Elisabeth Röcker ist Musiktherapeutin, Yogalehrerin und Heilpraktikerin und hat eine mehrjährige Weiterbildung in "Analytischer Psychologie" am C.G. Jung-Institut in Zürich absolviert. In der Einleitung definiert sie zunächst den Begriff Achtsamkeit als erweiterte Wahrnehmung, die Körper, Gefühle und Gedanken ebenso umfasst wie die Erscheinungen der Außenwelt. So gesehen unterscheidet Achtsamkeit sich deutlich von Konzentration und Fokussierung auf etwas Bestimmtes. Bei Achtsamkeit geht es um den Weitwinkelblick und nicht um den Tunnelblick, (vgl.: S.6).

Röcker listet die positiven Auswirkungen von Achtsamkeit auf Seite 15 auf und macht damit klar, dass es viele gute Gründe gibt, sich um Achtsamkeit zu bemühen. Es werden u.a. die Selbstheilungskräfte aktiviert, man gelangt zu mehr Seelenruhe, ist weniger anfällig für Stress, erhöht sein Mitgefühl sowie die Achtung vor dem Leben und findet auf diese Weise zu einem besseren Umgang mit sich, mit den Mitmenschen und mit der Umwelt an sich.

Achtsamkeit bedeutet nicht nur eine erweiterte Form der Wahrnehmung, sondern auch völlig im Augenblick, vollständig im Jetzt zu sein und sich des Körpers und seiner Befindlichkeiten, der Gefühle und Gedanken als auch Gedankenmuster gewahr zu sein. Achtsamkeit bedeutet ferner, dass man unbewusste Inhalte wahrnimmt, die in der Haltung der Achtsamkeit aufsteigen und ins Bewusste integriert werden können, (vgl: S.21).

Röcker nennt vier Grundlagen der Achtsamkeit, beschreibt diese ausführlich und erläutert die sieben Säulen der Achtsamkeitspraxis.

Dabei handelt es sich um die Momente: Nicht-Beurteilen, Geduld, den frischen Geist des Anfängers bewahren, Vertrauen, Nicht-Greifen, Akzeptanz, Loslassen. Im Kapitel "Einstimmen auf das Hören" erfährt man, was beim Hören eigentlich geschieht. Die Autorin hat als Weg zur Achtsamkeit für dieses Buch bzw. für die CD den Klang der menschlichen Stimme, Klänge aus der Natur und Klänge von Musikinstrumenten gewählt, um Achtsamkeit und Hörsinn vielfältig zu trainieren. Sie erklärt in der Folge, wie Klang entsteht und erläutert, weshalb Klang die Materie beeinflusst und verdeutlicht auch, dass Musik als organisierte Form von natürlichen Tönen auf uns eine breitgefächerte Wirkung hat.

Ziel der Achtsamkeit im Buch ist es nicht nur die Achtsamkeit mithilfe der Musik zu trainieren, sondern u.a. auch mit der Musik bewusst in Resonanz zu treten, sofern man einen tieferen Kontakt zu den eigenen Wünschen und Harmonie auf der mentalen Ebene herbeiführen möchte, (vgl.: 72).

Näher erläutert werden folgende vier Achtsamkeitsübungen:
1)Wahrnehmen des Körpers
2)Wahrnehmen der Gefühle
3)Achtsames Erleben der Gedanken
4)Musik als Objekt der Achtsamkeit

Auf der CD findet man acht Programme, die von einfachen Tönen und Akkorden über klassische Musik bis zur Weltmusik reichen, wie ich schon erwähnte. Dieses Land der Klänge ist ein Land der Schwingungen, mit denen man mitschwingen sollte, um auf diese Weise die Wahrnehmungsfähigkeit zu erweitern und die Selbstheilungskräfte zu steigern.

Röckers Übungen gefallen mir. Ich agiere damit nun schon gut 6 Wochen und habe den Eindruck, dass sich die genannten Ziele realisieren lassen. Auf mich wirken die Übungen sehr wohltuend.

Empfehlenswert.


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Rezension: Die 100 gesündesten Lebensmittel- Gabriela Schwarz

Die Diplomchemikerin Gabriela Schwarz stellt in diesem sehr informativen Buch die 100 gesündesten Lebensmittel vor. Auf den Innenseiten der Klappendeckel wird aufgelistet, welche Lebensmittel hilfreich für die Gesundheit sind. Hier las ich als eingefleischte Espressotrinkerin zu meinem Entzücken, dass dieser aufmuntert und die Konzentrationsfähigkeit steigert und fühlte mich in meiner Erfahrung bestätigt. Ich ging die Liste durch und und freute mich weiter, dass viele Dinge, die ich gerne esse, das Immunsystem positiv beeinflussen, las weiter aufmerksam, was den Stoffwechsel anregt und was die Nerven stärkt. Anschließend vertiefte ich mich zunächst in die 15 Seiten umfassende Einleitung. Für die Autorin bedeutet gesunde Ernährung ausgewogene Ernährung, bei der man unbedingt auf die Herkunft achten sollte.

Schwarz stellt zunächst einzelne Nährstoffgruppen vor und erläutert dies näher. Hier hat mir gefallen, dass sie ausführlich auf die sekundären Pflanzenstoffe eingeht, die leider in vielen Ernährungsbüchern stets zu kurz kommen. Die Autorin empfiehlt jeden Tag etwas Rotes, Gelbes und Grünes zu essen und täglich 2,5 Liter Wasser zu trinken, weil Wasser eines der wichtigsten Transport- und Lösungsmittel für uns darstellt und nicht nur die Magensäure verdünnt, sondern auch die Salze im Körper spaltet sowie transportiert und ferner die Hormone, Proteine, Vitamine und Zuckermoleküle löst.

Die gesündesten Lebensmittel untergliedert die Autorin in die Rubriken mit den Oberbegriffen:
Fleisch, Geflügel und Lamm
Fisch
Gemüse, Salatsorten und Pilze
Obst
Getreide
Kräuter und Gewürze
Früchte- und Kräutertees
Schalen, Kerne und Nüsse
Milchprodukte und Eier
Öle und Fette
Sonstiges, wie etwa Rotwein, Schokolade und Kaffee

Bei jedem einzelnen der insgesamt 100 Produkte gibt sie zunächst stets warenkundliche Infos über Herkunft und Beschaffenheit. Anschließend nennt sie jeweils sehr detailliert die Inhaltstoffe, gibt Hinweise zur Lagerung und Aufbewahrung und nennt auch den gesundheitlichen Nutzen. Zu jedem Produkt wartet sie ferner mit einem gesunden, leicht nachkochbaren Rezept auf.

Ein Buch wie dieses sollte bereits in der Schule gelesen werden, um das Ernährungsbewusstsein an konkreten Produkten und Beispielen zu trainieren. Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe dieser 100 Nahrungsmittel zu kennen und diese Produkte in Speisen zu variieren, wenn man sich um die eigene Gesundheit wirklich bemühen möchte.

Sehr gut werden die pflanzlichen Öle abgehandelt. Dass die Omega-3- Fettsäuren die Fließeigenschaft des Blutes fördern, dürfte mittlerweile bekannt sein und dass sie gegen Gefäßablagerungen schützen ebenfalls. Vieles andere im Hinblick auf die pflanzlichen Öle liest man nicht täglich in der Presse, sollte es sich deshalb gut einprägen, wenn man sich der eigenen Gesundheit verpflichtet fühlt.

Der so oft gescholtene Kaffee beispielweise erhöht dadurch, dass er die Blutgefäße erweitert, die Aufmerksamkeit und die Konzentrationsfähigkeit, verbessert das Kurzzeitgedächtnis, erweitert u.a. die Herzkranzgefäße, welche den Herzmuskel mit Blut versorgen. Auf diese Weise kann das Herz kräftiger und schneller schlagen. Kaffee fördert zudem die Fettverdauung und wer mehr als 7 Tassen am Tag trinkt, senkt das Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken um 50%, (vgl.: S.177). Es geht noch weiter: Espresso beugt Nierensteinen vor und erhöht nicht, entgegen landläufiger Meinung, das Risiko für die Entstehung von koronarer Herzkrankheit, von Herzinfarkt und Bluthochdruck, (vgl.: S.177).

Mit großer Freude lese ich nur Gutes zum gesundheitlichen Nutzen von Rotwein im vorliegenden Buch und zitiere deshalb gerne: "Der regelmäßige und mäßige Genuss von Rotwein schützt vor Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Schlaganfall und Herzinfarkt. In den Schalen der roten Trauben- und dabei kommt es auf die Sorte an- steckt eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe mit herzschützenden und antikanzerogener Wirkung,(Zitat: S. 184).

Über die von mir so sehr geschätzten Tomaten lese ich auch nur Gutes. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe in der Tomate schützen vor vorzeitiger Alterung.Wer dann noch die kleinen Gesundheitsbomben mit Namen Kiwi zu sich nimmt, der ist auf dem richtigen Weg. Eindeutig.

...und hier noch eine Nachricht: "Das erst vor Kurzem im Kakao entdeckte Epicatechin soll Studien zufolge das Auftreten von Hirnschlag, Herzinfarkt, Krebs und Diabetes auf weniger als 10% senken. Wissenschaftler der Universität Münster haben eine neue Substanz im Kakao entdeckt, der sie den Namen CocoHeal gegeben haben. Sie fördert das Wachstum der Hautzellen und unterstützt damit die Wundheilung, repariert Hautschäden und beugt der Faltenbildung vor."(Zitat: S. 182)

Empfehlenswert für alle, die mit 100 noch agil sein möchten.


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Rezension: Yoga- Thorsten Tschirner

Thorsten Tschirner macht gleich eingangs klar, dass Yoga uns hilft, unser inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Yoga, so unterstreicht er, bringt Körper, Geist und Seele in Einklang. Menschen, die Yogaübungen regelmäßig durchführen, dehnen nicht bloß jeden einzelnen Muskel, sondern sie schlafen auch besser, fördern ihren Stoffwechsel und sind in der Lage, ihr Wunschgewicht leichter zu halten, (vgl.: S: 6). Gleichwohl ist Yoga mehr als nur ein Fitnessprogramm, vielmehr ist es eine ganzheitliche Methode, den Körper und die Seele garantiert in Einklang zu bringen.

Hatha-Yogaübungen kombinieren traditionelle Körperhaltungen (Asanas) und Atemtechniken (Pranayamas), (vgl.:S.6). Tschirner empfiehlt dem Leser Freundschaft mit seinem Körper zu schließen, bevor er die Vorbereitung und den Trainingsaufbau erklärt. Dabei ist es wichtig erst einmal innerlich abzuschalten, bevor man mit den Übungen beginnt. Man erfährt, weshalb es notwendig ist, richtig atmen zu lernen, weil bewusstes Atmen die natürliche Aura stärkt. Gut erläutert wird die Tiefenatmung und deren körperliche sowie geistige Wirkung. Auch die Wechselatmung wird thematisiert und es wird ebenfalls auf deren körperliche und geistige Wirkung eingegangen.

Wer Yogaübungen realisiert, muss sich auf den Augenblick einlassen. Das Yogatraining setzt sich aus 4 Einheiten zusammen: Grundpositionen, Aufwärmen Übungen (Asanas), untergliedert in Körperregionen, sowie Entspannung. Tschirner erläutert gut nachvollziehbar den Übungsaufbau, weist darauf hin, dass man Achtsamkeit erlernen muss und geht auf die einzelnen Schritte der Übungsaufbaus ein, bevor er mit dem konkreten Yogatraining beginnt.

Die Übungen werden sehr gut erklärt und auch bildlich dargestellt. Es wird bei allen Übungen verdeutlicht, welche körperliche und geistige Wirkung sie haben und es wird auf die jeweilige Ausgleichsübung hingewiesen.

Mal unabhängig von den körperlichen Wirkungen ist es schon erstaunlich, dass diese Übungen den Geist erfrischen, innere Kraft verleihen, die Konzentration fördern, beruhigen etc. Die Übungen sind alles andere als schwierig und insofern leicht nachzuvollziehen. Die versprochenen Wirkungen treten tatsächlich ein. Die Übungssequenzen erfordern nicht viel Zeit, dennoch ist das Ergebnis beachtlich.

Empfehlenswert.


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Rezension: Rückentraining- Thorsten Tschirner

 Ein stabiles Rückgrat erfordert Disziplin

Thorsten Tschirner zeigt in diesem kleinen Büchlein, wie man seinen Rücken trainieren kann. Besonders Personen, die am Schreibtisch aktiv sind, sollten darauf achten, dass sich mit der Zeit keine Haltungsfehler einschleichen. Der Autor gibt zunächst 7 Tipps für einen gesunden Rücken. Einer dieser Tipps ist der Hinweis, dass richtig zu sitzen bedeutet, dass zwischen Ober- und Unterschenkel ein 90-Grad-Winkel vorhanden sein soll.

Tschirner erläutert die Wirbelsäule in ihrer Funktion ausführlich und erklärt anschließend Schritt für Schritt den Trainingsaufbau: Beginnend mit Aufwärmen und mobilisieren, weiterführend mit kräftigen, dehnen und entspannen. Der Trainingsrhythmus wird thematisiert, anschließend werden die Übungen erklärt. Auf Bildern kann man gut nachvollziehen, was man zu tun hat.

Die jeweiligen Übungen werden untergliedert in solche für Einsteiger und solche für Fortgeschrittene. Man kann im Grunde nichts falsch machen, weil alles Punkt für Punkt genau erklärt wird. Zudem werden noch zusätzliche Tipps gegeben und die Wirkung der sportlichen Maßnahmen mitgeteilt.

Mittels der Übungen kann man den Rücken im Bereich der Hals- und Wirbelsäule, den großen Rückenmuskel, den Rücken und die Gesäßmuskulatur, den Rauten- und Kapuzenmuskel, den Rückenstrecker, die Rumpfmuskulatur und den Schultergürtel, die Lendenwirbelsäule und vieles andere mehr kräftigen.

Wer frei von Rückenschmerzen sein möchte, sollte regelmäßig die im Buch enthaltenen Work-outs machen. Ein stabiles Rückgrat erfordert Disziplin. Menschen, die sich sportlich betätigen, dokumentieren, dass sie diese besitzen.



Empfehlenswert.


Rezensionen: Bauch-weg-Quickies- Die besten Übungen für einen flachen Bauch

Die Autorin dieses hilfreichen Buches Carla Bennini ist zertifizierte Fitnesstrainerin mit Ausbildung in Pilates, Yoga, Body-Toning und Cardio- sowie Kraftleistungs-Diagnostik. Sie stellt die besten Übungen für einen flachen Bauch vor, den man problemlos mit täglichen Fitnessübungen erreichen kann.

Dass der Bauch bei vielen Frauen die Problemzone Nr.1 ist, weiß jeder:-((. Wer schön sein möchte, kommt an gezielten Übungen für die Körpermitte nicht vorbei. Im Buch wird gezeigt, wie man bestimmte Muskelgruppen stärkt, um dadurch besser auszusehen. Es geht allerdings nicht nur um das Aussehen, sondern auch darum, durch eine kräftigere Bauchmuskulatur vor Haltungsproblemen geschützt zu werden und für bessere gesundheitliche Voraussetzungen zu sorgen, denn das innere Bauchfett ist besonders schädlich für die Gesundheit. Wissenschaftler haben in Erfahrung gebracht, dass das innere Bauchfett im Gegensatz zu Fetteinlagerungen in anderen Körperbereichen Hormone produzieren kann, die den gesamten Sauerstoffwechsel beeinflussen. Deshalb auch steigt ab einem gewissen Bauchumfang das Risiko für Herz-und Gefäßkrankheiten sowie für Diabetes.

Die Autorin empfiehlt den Bauchumfang zu messen. Bei Frauen sollte dieser nicht mehr als 80 cm, bei Männern nicht mehr als 94 cm betragen. Diese Werte gelten unabhängig vom Alter, von Körpergröße und sonstigen Faktoren, (vgl.: S. 10).

Bennini macht klar, weshalb es wichtig ist, die Kraft der inneren Mitte zu entdecken, denn unser Bauch ist gewissermaßen ein Kraftzentrum und er spielt im Gefühlsleben eine nicht geringe Rolle. Der Bereich zwischen Becken und Brustkorb macht als Erstes Ernährungssünden deutlich. Man muss wissen, dass der Bauch ein echtes Muskelpaket darstellt. Dort nämlich liegen verschiedene Muskelschichten übereinander, stützen den Körper und schützen die inneren Organe. Bauchmuskeln bilden gemeinsam mit dem Beckenboden und den Rückenmuskeln ein stützendes Korsett, welches unser Becken und unsere Wirbelsäule aufrecht hält. Diese Muskeln in ihrer Gesamtheit stabilisieren den Rumpf, während man geht, läuft oder springt. Sie dienen der Entlastung der Bandscheiben und der Wirbelsäule, weil sie immer für eine optimale Haltung sorgen, solange man gut in Form ist. Die Bauchmuskeln agieren allerdings auch noch in weiterer Hinsicht eng mit den Muskeln des Beckenbodens zusammen. Die Gründe erfahren Sie im Buch und sollten sich während des Lesens des Vorteils eines aktiven Trainings für ihren Körper bewusst machen, (vgl.S. 12 ff).

Beninni unterstreicht, dass "Bauch-Weg-Quickies" zwar eine wirkungsvolle Hilfe auf dem Weg zu einem schlanken, straffen Bauch sind, aber man neben der Bewegung freilich auch die Kalorientabelle studieren und seine Konsequenzen daraus ziehen sollte.

Im Kapitel "Die wichtigsten Tipps rund ums Training " erfahren sie u.a., dass es wichtig ist, sich in den Bauch einzufühlen und im Einklang mit dem Atmen zu trainieren. Anschließend folgen eine große Anzahl von Übungen, die alle visualisiert sind und sehr gut erklärt werden. Man erfährt stets, was die einzelnen Übungen auszeichnet und was sie bewirken und auch was man beachten sollte. Seit vielen Jahren mache ich morgens 50 Situps und kann bestätigen, dass durch diese Maßnahme die Bauchmuskeln gekräftigt werden.

Anfänger sollten bei den Übungen nicht gleich verzweifeln. Ich kann versichern, dass nach der 2. Woche der Körper schon enorm elastisch reagiert und das tut, was man von ihm möchte, beispielsweise den "Flieger" zu spielen. Diese Übung trainiert nicht nur die seitlichen Bauchmuskeln, sondern ist auch ein gutes Training für den Gleichgewichtssinn und für die Körperentspannung.

Besonders gut gefällt mir das "Bauch-weg-Schnellprogramm". Jeden Tag 5 oder 10 Minuten Zeit können Sie sicher leicht erübrigen, um sich für den Frühling fit zu machen, oder?

Bei den "Bauch-weg-Quickies" im Alltag gibt es eine Übung mit "Hula-Hoop". Einen solchen Reifen hatte ich als vierjähriges Mädchen, um damit zu spielen. Dass damit die Beweglichkeit des Beckens und auch die Bauchmuskeln trainiert werden, war mir damals natürlich nicht klar. Diesen Reifen werde ich mir erneut beschaffen, denn ich erinnere mich, dass die Übungen sehr vergnüglich waren.

Empfehlenswert.


Rezension: Ich helf Dir abnehmen- Das Baukasten-Prinzip

Dr. med Heike Buess und Simone Tatay haben unter Mitarbeit von Birgit Kaltenthaler dieses Buch auf den Weg gebracht, das beim Abnehmen helfen soll. Gleich zu Beginn steht ein Satz, den alle, die in den dunklen November- und Dezembertagen etwas üppiger als das Jahr über geschlemmt haben, vermutlich abnicken werden: "Punktlich zum Frühjahr kommt wieder die ganze Wahrheit ans Tageslicht. Ein paar Speckröllchen mehr an den Hüften und Bauch, ein paar Fettpolster zu viel am Po und Beinen- und schon ist die Vorfreude auf den nahenden Sommer, auf Sonne, Wärme und Freizeitspaß restlos dahin." Das muss aber nicht so kommen, wenn man die beiden ersten Monate im Jahr konsequent zum Abspecken nutzt.

51Prozent aller Frauen und 66 Prozent aller Männer sind in unserem Lande übergewichtig. Die Autoren fragen, worin die Ursachen für diese fatale Entwicklung liegen. Nur bei wenigen Übergewichtigen liegen die Gründe in Krankheiten, z.B. im Bereich des Stoffwechsels oder der Hormone, zumeist ist das Hüftgold hausgemacht, (vgl.: S.9). Falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Stress führen dazu, Pfunde zuzulegen. Die Autoren heben hervor, dass diejenigen, die zu dick sind, nicht nur mit der körperlichen Gesundheit, sondern nicht selten auch mit psychosozialen Problemen zu kämpfen haben, (vgl.: S. 13).

Körperliche Folgen von Übergewicht können sein: Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Arthrose, Krebserkrankungen, Gallenblasenerkrankungen und Atemwegserkrankungen.

Man erfährt, auf welche Weise man die Seele ausgleichen vermag, kann mittels eines Tests in Erfahrung bringen, wie seelisch ausgeglichen man wirklich ist und erhält Tipps im Hinblick auf die besten Seelenbalancer, zu denen nicht zuletzt Bewegung, kreative und intellektuelle Bewegung zählen.

Man lernt auf Seite 17 seinen BMI-Wert zu berechnen und darf sich freuen, wenn man bei aller Selbstkritik dennoch normalgewichtig ist.

Unter die Lupe genommen werden in der Folge u.a.: Antifett-Pillen, Appetitzügler und Quellstoffe und bekommt das Ergebniss präsentiert, dass gesundes Essen besser als diese gebräuchlichen Abnahmemittel sind. Wer sich mit dem Thema schon länger befasst, weiß das natürlich.

Der Jo-Jo Effekt wird wie in fast allen Abnahmebüchern thematisiert und auch das "Säure-Basen-Gleichgewicht" kommt zur Sprache. Ein gesunder Organismus benötigt primär basische pH-Werte. Verstärkte Säureansammlungen wirken sich nicht nur negativ auf das Körpergewicht aus (Abnehmen wird schwerer, wenn die Stoffwechselfunktionen erlahmen) sondern er kommt auch zu vielfältigen chronischen Beschwerden und einem chronischen Energiedefizit, die den Alltag beeinträchtigen und die Leistungsfähigkeit sowie die Vitalität vermindern, (vgl.: S.23).

Im Kapitel "Der große Diäten-Check" kommen die bekanntesten Diätprogramme auf den Prüfstand. Zur Sprache kommen: Nährstoffdiäten (Fett-Eiweiß-Diäten, Kohlehydrat-Diäten und Trennkost), Stoffwechsel-Diäten (Omega-Diät und Glyx-Diät), Weglass-Diäten (Fasten, Ananas-Diät und Rohkost-Diät), Mengen- und kalorienreduzierte Diäten (FdH, Kalorienzählen und Formula-Diäten). All diese Diäten werden vom Prinzip her genau erklärt und anschließend kritisch bewertet.

Die Autoren warten abschließend mit einer Schlankheitsformel auf, die garantiert zum Ziel führt. Sie lautet: "Seelenbalance plus gesunde Ernährung plus viel Bewegung." Dieses ganzheitliche Prinzip führt immer zum Ziel. Das kann ich aus Eigenerfahrung bestätigen.

Schlankwerden beginnt im Kopf."Wer sich schlank denkt, kurbelt andere Neurotransmitter in seinem Gehirn, aktiviert ganz andere Hormone und Stoffwechselfaktoren als jemand, der sich dick denkt."(Zitat. S. 32)

Es ist notwendig, sein Hirn neu zu programmieren, damit es akzeptiert, dass man demnächst wieder Kleidergröße 36 oder 38 tragen kann. Dabei gilt es Hungerfantasien Einhalt zu gebieten.

Aufgezeigt wird, auf welche Weise man seine Seele ausgleichen kann und anhand eines Testes ist es möglich in Erfahrung zu bringen, wie seelisch ausgeglichen man wirklich ist. Hingewiesen wird auf die besten Seelenbalancer, zu denen u.a. autogenes Training, kreative und intellektuelle Tätigkeit aber auch Achtsamkeitsübungen zählen.

Gute erklärt werden die Ernährungsfaktoren: Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente. Balaststoffe und Nutraceuticals. Genannt werden die zehn häufigsten Ernährungsfehler als das sind:

-Öfter als zweimal in der Woche Fleisch

-Viel tierisches Fett

-Übermäßig viel Zucker

-Zu viel Weißmehl

-Viel Konservenkost

-Regelmäßiger Alkoholkonsum

-Zu viel Koffein

-Viel Salz

-Regelmäßiges Fastfood
-Zu wenig trinken

Es wird genau erklärt, weshalb man diese Ernährungsfehler nicht begehen sollte. Man kann sich des Weiteren einem Test unterziehen, der darüber aufklärt, ob man sich gesund ernährt und erhält einen guten Überblick über die besten Fatburner-Lebensmittel.

Anschließend werden Bewegungsfaktoren ausgelotet und es wird dabei in Erfahrung gebracht, welches Ausdauertraining am besten zu einem passt. Ein Test macht deutlich, wie viel man sich tatsächlich bewegt. Es werden die besten Fatburner-Sportarten aufgelistet. Beim Joggen wird übrigens das meiste Fett verbrannt.

Die Autoren zeigen sehr aufschlussreich, wie man die Rahmenbedingungen zum erfolgreichen Abnehmen schafft und geben gute Tipps, die dabei helfen sollen, Durchhaltevermögen zu entwickeln, um schließlich am Ziel anzukommen.

Die Rezepte zum Abnehmen für zwei Wochen sind untergliedert in:

Fit-in-den-Tag-Frühstück

Leckere Happen für zwischendurch

Köstliche Imbisse- warm und kalt

Feine Hauptgerichte

Diese Rezepte sind gut untergliedert und einfach zuzubereiten. Sie sind abwechslungsreich und sättigend und allesamt brauchbar zur Gewichtsreduktion. Der vorgeschlagene Zwei-Wochen-Speiseplan macht die Sache einfach.

Die Gymnastikübungen zum Schluss sind auch o.k.

Ein empfehlenswertes Buch, weil die Autoren ganzheitlich beim Abnahmeprojekt vorgehen und dadurch die Chance minimieren mit den leidigen Jo-Jo-Effekt alsbald wieder konfrontiert zu werden.


Bilder: © Shutterstock / BLV

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Rezension: Die Bitterstoff-Revolution- Hannelore Fischer-Reska

Die Heilpraktikerin Hannelore Fischer-Reska ist Gastprofessorin an der Open International University for Complementary Medicines in Colombo/Sri Lanka und engagierte sich viele Jahre in der Dritten Welt. Fischer-Reska hat zahlreiche Sachbücher verfasst. In ihrem jüngsten, hier vorliegenden Buch thematisiert sie Bitterstoffe, die nachweisbar die Verdauung verbessern, eine gesunde Darmflora schaffen, für eine aktive Entsäuerung sorgen, die Abwehrkräfte mobilisieren, sowie ein natürlicher Fatburner und ein optimales Anti-Aging-Mittel sein sollen.

Die Autorin hebt hervor, dass generell alle Substanzen, die einen bitteren Geschmack haben, als Bitterstoffe bezeichnet werden. Man unterscheidet u.a. reine Bittermittel (Amara tonica oder pura), Amara aromatica, die zusätzlich ätherische Öle beinhalten und Amara acria, die neben Bitterstoffen auch Scharfstoffe enthalten. Der bitterste Stoff, der in der Natur vorkommt, ist der Bitterstoff in der Enzianwurzel. Seine Bezeichnung ist Amarogentin. Zu den Heilpflanzen, die neben den bitteren Stoffen zeitgleich auch Scharfstoffe enthalten, zählen beispielsweise Ingwer und Galgant. Die Autorin verweist in der Folge auf eine Fülle von Heilpflanzen, die von großer Bedeutung für die bittere Therapie sind.

Ausgiebig wird man über die Wirkung der Bitterstoffe aufgeklärt. Gezeigt wird, was sie alles leisten können und man wird anschließend ebenso ausgiebig über die historischen Wurzeln der so genannten Bitterstoffrevolution unterrichtet. In diesem Zusammenhang habe ich mich mit großer Neugierde in eine kleine Auswahl von Hildegard von Bingens bitterstoffhaltige Kräuter vertieft, die sie in ihren Schriften und Therapien anwendete. Zur Sprache kommen u.a. Beifuß, Bockshornklee, Bohnenkraut, Enzian, Galgant, Ingwer, Ringelblume, Scharfgarbe, Tausendgüldenkraut und Wermut.

Fischer-Reska lässt den Leser wissen, dass es zwei Tinkturen gibt, die die Vorzüge aller Bitterstoff-Heilpflanzen enthalten und deren Einzeleffekte sich zu einer sehr guten Gesamtheit potenzieren. Diese Tinkturen sind frei von Nebenwirkungen. Dabei sind sie bestens geeignet, die Produktion des Basenreserven im Organismus zu aktivieren und einer Übersäuerung erfolgreich entgegen zu wirken.

Mein Urgroßvater, der weit über 90 Jahre alt wurde, stellte solche Tinkturen selbst her und schwor auf deren Wirkung. Da er bis zu seinem Ableben kerngesund war und extrem jung aussah, habe ich keinen Zweifel an dem, was die Autorin schreibt.

Man lernt eine Fülle von Bitterpflanzen kennen. Die Pflanzen werden gut beschrieben und man erfährt, wo sie vorkommen. Es werden jeweils Hinweise zum Sammeln und zum Anbau gegeben, die enthaltenden Wirkstoffe, die traditionelle Wirkung und Anwendung und vieles andere mehr werden aufgelistet und sehr ausführlich erläutert. Zu den vorgestellten Pflanzen gehören: Andorn, Artischocke, Beifuß, Benediktinerkraut, Bitterholz, Bitterklee, Bittersüß, Bockshornklee, Chinarinde, Condurangorinde, Engelwurz, Enzian, Galgant, Hopfen, Ingwer, Kalmus, Kardamom, Kurkuma, Löwenzahn, Mariendistel, Scharfgarbe, Wegwarte und Wermut.

Man muss nicht zwingend auf gekaufte Tinkturen zurückgreifen, obschon das sehr praktisch ist, sondern man kann Bitterkräuter auch selbst sammeln und Tee oder auch Tinkturen daraus zubereiten. Die besten Tee-Rezepte werden genannt. Der "Universalbittertee" besteht aus jeweils 20 g Angelikawurzel, Enzianwurzel, Schafgarbenkraut, Tausendgüldenkraut und Pomeranzenschalen. Aus dem Tee lässt sich auch sehr gut ein Vollbad herstellen.

Männer, die an Haarausfall leiden, haben nicht selten ein Übersäuerungsproblem. Die Autorin schreibt, dass der Organismus sich dann, wenn er nicht genügend Basen zum Abpuffern von Säuren zur Verfügung hat, sich diese aus den Knochen, Zähnen und Haarwurzeln holt. Im Gegenzug werden im Haarboden dann die Säureschlacken eingelagert. Dies raubt den Haarwurzeln Sauerstoff und die notwendigen Nährstoffe, (vgl.: S. 163).

Übersäuerung entsteht u.a. durch Weißmehl, Zucker, Alkohol, tierisches Eiweiß und psychischen Stress. Da man zumeist nicht sein Leben lang all das meidet, was den Organismus übersäuert, ist es sinnvoll, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Fischer-Reska wartet mit diversen Rezepten auf, die bitterstoffhaltige Nahrungsmittel enthalten. Es handelt sich um Rezepte mit Chicorée, Radiccho, Rucola und Rosenkohl, auch wird die Verwendung von bitterstoffhaltigen Kräutern in der Küche erklärt. Dass die "Frankfurter Grüne Sauce" nicht nur lecker schmeckt, sondern unter gesundheitlichen Aspekten mehr als nur lobenswert ist, wusste bereits Goethe.

Als Werbetext für Bitterstofftinkturen der Autorin habe ich das Buch nicht begriffen und auch nicht als wissenschaftliche Abhandlung für den Unibetrieb, stattdessen als soliden Ratgeber, der Wege aufzeigt, sich körperlich wohler zu fühlen. Die von Fischer-Reska genannten Kräuter verwende ich seit vielen Jahren konsequent in der Küche und bin davon überzeugt, dass diese Kräuter zum Wohlbefinden beitragen.

Da ich weiß, wie wohltuend die Bitterstofftinkturen sind, werde ich diese gewiss demnächst mal zusätzlich ausprobieren, um mein Immunsystem zu stärken, ob ich sie selbst herstelle oder kaufe, weiß ich noch nicht.

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Rezension: Nina Winkler- Bodyshaping mit dem Thera-Band

Die Autorin Nina Winkler arbeitet als Fitness-Expertin und Autorin in München und Südafrika. In diesem Buch unterichtet sie ihre Leser darüber, was man tun kann, um mittels 15-30-60 Minuten-Trainigseinheiten pro Tag die Figur in Form zu halten. Ich selbst jogge täglich 30 Minuten und agiere gut 30 Minuten mit meinen Hanteln. 1 Stunde Fitness verordne ich mir jeden Tag seit vielen Jahren, weil ich mich auf diese Weise ausgeglichener fühle.

Gestern habe ich das "Total Body Workout" getestet und dazu Musik gehört. Das hat Spaß gemacht. Hinterher habe ich das Buch gelesen, um es heute rezensieren zu können. Übungen mit dem Thera-Band sind für mich kein Neuland. Ich habe das eine ganze Weile nach Übungsbeispielen von Dr. Strunz gemacht, bis mein altes Thera-Band riss.


Dem Buch ist übrigens ein "Original-Thera-Band" beigefügt. Das Gummiband, so erfährt man, wurde ursprünglich entwickelt, um Menschen nach Gelenk- und Muskelverletzungen erneut fit zu machen. Es dauerte nicht lange bis das Gummiband als Bodyformer für Aerobic- und Gymnastikkurse entdeckt wurde.


Die Bewegungen mit dem Band sollten langsam und gleichmäßig ausgeführt werden. Aufgrund der langsamen Spannungszunahme beim Training müssen die Muskeln intensiver arbeiten und können sich nicht durch die Unterstützung der Gelenke ausruhen, (vgl.: S.7).


Bereits wenige Minuten tägliches Training verbessern die Durchblutung der Muskulatur, weisen Studien nach. Des Weiteren wird das Bindegewebe durch das Training mit dem Thera-Band fester und der Rücken sowie die Wirbelsäule werden gestärkt, (vgl.: S.9).


Wer einen Kugelbauch hat, dem kann durch dieses Training geholfen werden, denn ein Kugelbauch hat mit untrainierten und verkürzten Muskeln im Rückenbereich zu tun. Das Training ist auch gut für die Stabilisierung des Beckenbodens. Sofern dieser nicht kräftig genug ist, können die unteren Bauchmuskeln und letztlich der Rücken nicht korrekt arbeiten.


Nach einem kurzen Warm-up sollte man das Workout, d.h. die einzelnen Übungen durchführen und auf diese Weise jeden Tag eine bestimmte Muskelpartie trainieren. Anhand eines Bodychecks sollte man in Erfahrung bringen, welcher Typ man ist und anschließend durch ein entsprechendes Ernährungs- und Sportprogramm den "Body shapen".


Wer abnehmen möchte, sollte zu dem Training mit dem Thera-Band zusätzlich ein Ausdauertraining absolvieren, z.B. Walking, Schwimmen oder Langlaufen und wer von morgens bis abends fit sein möchte, sollte sich auch in die Seiten 21-28 vertiefen und die Ernährungsratschläge befolgen. Sie entsprechen im Großen und Ganzen dem, was Dr. Strunz und andere empfehlen und sind von daher lobenswert.


Alle Übungen des Body-Workout werden bestens erklärt und auf Fotos gezeigt. Im Grunde kann man nichts verkehrt machen. Es wird auch immer gesagt, wofür die einzelne Übung zweckdienlich ist. Viele Muskeln werden auf diese Weise trainiert. Wer fleißig trainiert, bekommt einen hübscher geformten Körper. Hier wird nicht zu viel versprochen.


Ich kenne viele Übungen aus den Büchern von Dr. Strunz und kann bestätigten, dass diese Übungen wirklich etwas bringen.


Sehr gut finde ich die Workouts für knackige Arme und Schultern, für straffe Beine, einen knackigen Popo und für einen flachen Bauch. Ich finde die Übungen nicht besonders anstrengend und werde sie jetzt erst einmal 8 Wochen konsequent durchführen, anstelle meines Hanteltrainings.



Empfehlenswert.


Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.



Rezension: Heilende Phantasiereisen

In dieser trüben Zeit neigen nicht wenige Menschen zu Winterdepressionen. Das Licht fehlt und genau dieser Umstand macht uns übellaunig oder stimmt traurig.

Thomas Niklas Panholzer wartet auf dieser CD mit 4 heilenden Phantasiereisen auf, die für mehr Lebensfreude durch die Kraft innerer Bilder sorgen sollen.

Die Texte werden von Frank Muth vorgetragen, der seit über 20 Jahren als Synchronsprecher in München und Berlin tätig ist. Seine Stimme ist übrigens überaus angenehm.

Nach kurzen einleitenden Worten kann man sich in die heilenden Phantasiereisen mit dem Titel:

Die schweren Schuhe
Die Kutsche
Das leere Boot
Der kleine bunte Hund

vertiefen.

Die Reisen sorgen in erster Linie für innere Ruhe. Wer Freude an Sprache hat und sich gerne auf fantasievolle Geschichten einlässt, wer zudem gerne Geschichtenerzählern aufmerksam lauscht, wird bei diesen hübschen Storys entspannen, nicht nur weil Worte, wie friedlich, sanft, gelassen, Umarmung und Freiheit in ihnen Platz gefunden haben.

Freiheit zu empfangen, indem man gibt, Raum schaffen, um frei atmen zu können, das Leuchten des inneren Lichts zu visualisieren, sich bunte Farben vorzustellen und die Harmonie des Lichts und der Farben zu genießen, darum geht es.

In der Spielzeit von 67 Minuten wird aufgrund der Texte das Wohlbefinden des Zuhörers verbessert, deshalb auch empfehle ich die CD gerne weiter.
Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.

Rezensionen: Kalorien - mundgerecht

Vor Weihnachten Leser mit einer Rezension zu einem Kalorientabellenbuch zu konfrontieren, ist unverschämt. Ganz klar. Andererseits ist eine solche Lektüre ein guter Einstieg ins Neue Jahr, um sich des Hüftgoldes aus der plätzchenüberladenen Adventszeit schnell zu entledigen.

Das Buch ist untergliedert in:


-Unsere Nährstoffe
-Ernährung und Gesundheit
-Essen und Trinken- gewusst wie
-Die Nährwertangaben


Bei den Nährstoffen werden zunächst näher erläutert: Eiweiß (Protein), Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Fette, Cholestrin, Alkohol. Anschließend wird man über Vitamine, die lebenswichtige Schutzstoffen für den Körper darstellen, aufgeklärt. Man erfährt bei jedem Vitamin, wofür es notwendig und in welchen Lebensmitteln es enthalten ist. Es wird auch darauf hingewiesen, dass viele Vitamine empfindlich sind gegen Hitze, Licht, Wasser und oder Luft und man auf sachgemäße Vor- sowie Zubereitung und Lagerung der Nahrungsmittel achten sollte.


Aufgeklärt wird man des Weiteren über Mineralstoffe, auch über sekundäre Pflanzenstoffe, die u.a. das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilze hemmen, die Körperzellen vor Schäden, die so genannte "freie Radikale" auslösen können, schützen, das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen mindern, die Abwehrkräfte stärken und vieles andere mehr. Sekundäre Pflanzenstoffe sitzen zumeist unter der Schale von Früchten und Gemüse. Daraus sollte man seine Konsequenzen ziehen und Äpfel, die man zu verspeisen beabsichtigt, beispielsweise nicht schälen.


Man wird sehr gut informiert, wozu Wasser im Körper dient und erhält auch eine konkrete Trinkempfehlung, bevor der Energiebedarf des einzelnen Menschen zu Sprache kommt. Man erfährt wie man den Bodyindex misst: Körpergewicht in kg geteilt durch Größe in Metern mal Größe in Metern. Liegt der Bodyindex über 25, gilt es abzunehmen, weil das Risiko sich erhöht an: Gicht, am Herzen, an Diabetes mellitus und an Fettstoffwechelstörungen zu erkranken.


Aufgelistet sind die 10 Regeln der DGE zum vollwertigen Essen. Anhand einer Ernährungspyramide kann man gut nachvollziehen, wie man beim Essen und Trinken verfahren soll und es wird gut erklärt, weshalb man Gemüse und Obst zum Mittelpunkt seiner Ernährung machen, sowie mit Zucker und Salz sparsam umgehen sollte, etc.


Es folgen Tipps zum täglichen Trinken, Tipps zur Zubereitung von Gemüse und sehr gute Tipps sowie Tricks zur Ernährungsumstellung, als auch Infos zum Energieverbrauch je nach Tätigkeit. Wer zu Weihnachten zusätzlich 1 Stück Stollen ist, muss 60 Minuten Eislaufen, um daraus kein Hüftgold zu produzieren.


Die dann folgenden Nährwerttabellen sind untergliedert in:


-Milch und Milchprodukte
-Gemüse und Obst
-Getreide und Getreideprodukte


-Fleisch, Eier und ihre Produkte
-Fisch, Meeresfrüchte und ihre Produkte
-Fette und Öle


-Desserts, Eis, Schokolade und Süßwaren
-Saucen, Fertiggerichte, Fixprodukte, Snacks
-Getränke


Man erfährt pro Nahrungsmittel immer die Kilokalorien für eine entsprechende Menge, die Kilojoule, den Gehalt an Eiweiß, Kohlenhydraten, Zucker, Ballaststoffen, Fetten, gesättigten Fettsäuren und Natrium, sowie die Broteinheiten. Die Nährwertangaben von 2800 Lebensmitteln sind aufgelistet. Wer an Weihnachten das Buch liest anstelle zu schlemmen, hat gewiss hinterher abgenommen. :-))





Ein sehr gutes Buch, das in jeden Haushalt gehört.





Rezension: Roberta Lee- Schluss mit dem Stress

Dr. Roberta Lee hat eine Therapie gegen Stress entwickelt, welche die Möglichkeiten der westlichen Medizin mit den Stärken der ganzheitlichen Medizin kombiniert. Bereits im Klappentext wird dafür geworben, dass der offerierte, individuelle 4-Wochenplan, mittels dem man nach einer ersten Selbstdiagnose aktiv werden kann, die Chance bietet, aktiv dem Stress zu trotzen.

Die Autorin Lee beantwortet zunächst die Frage, was Superstress in unserem Körper und in unserer Seele anrichtet. Stress, so definiert die Ärztin, ist sowohl eine physiologische als auch psychische Reaktion auf Ereignisse, die uns aus dem Gleichgewicht bringen. Er tritt ein, sobald die täglichen Anforderungen und Alltagsaufgaben von außen unsere Fähigkeit, sie zu bewältigen, überschreiten. Allerdings hängt Stress auch von inneren Faktoren ab. Hierzu gehören der Gesundheitszustand, emotionales Wohlbefinden, Ernährung wie auch Schlafdauer. Zudem hängt Stress auch stark von unserer Interpretation dessen ab, wie wir Ereignisse wahrnehmen, (vgl.: S.23).

Als immer wiederkehrende Stressoren nennt Dr. Roberta Lee: Umweltstressoren, berufliche Stressoren, Beziehungsstressoren, soziale Stressoren und spirituelle Angst. Dahingehend muss man wissen, dass Stressoren immer kumulativ wirken. Die Stresssymptome fallen um so stärker aus, je mehr Lebensveränderungen oder Alltagsscherereien man zu einem bestimmten Zeitpunkt bewältigen muss. Als "Allostase" werden Anpassungsmechanismen des Körpers auf tägliche Belastungen bezeichnet. Auf diese Weise erhält der Körper die Selbstregulierung seiner Organsysteme trotz äußerer Einflüsse aufrecht. Der chronische Stress, der so genannte Superstress, schädigt den Körper allerdings in vieler Hinsicht, weil die vielen ausgeschütteten Stresshormone das Herz-Kreis-Lauf und das Immunsystem beeinträchtigen. Hierdurch steigt das Risiko für koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, Krebs, wiederkehrende Infektionen und andere chronische Krankheiten, (vgl.: S. 29).

Kennzeichen dafür, dass man supergestresst ist, sind:

Der Stress vervielfacht sich
Man kriegt die Sache nicht mehr in den Griff
Das Leben hat jeden Glanz verloren
Ängstliche Anspannung ist der neue Normalzustand

Die Autorin verdeutlicht, welche Faktoren in den Superstress hineinrutschen lassen und nennt immer wieder Beispiele aus ihrer Praxis, die den beschriebenen Sachverhalt klar machen.

Sie zeigt u.a. wie Superstress den Ernährungszustand verschlechtert, das Immunsystem und die Nebennierenfunktion schwächen und welche psychischen Auswirkungen Superstress hat. So setzt uns Stress nicht selten emotionale Scheuklappen auf, schaltet bei übermäßigen Stress automatisch in den Überlebensmodus um und lässt vergessen, dass wir Wahlmöglichkeiten und Alternativen haben, (vgl.: S. 55).

Die Ärztin verdeutlicht, wie sich Superstress auf unser Verhalten auswirkt, wie man durch ihn im Schlaf gestört wird und welche Auswirkungen Schlafmangel hat. Schlafmangel vermindert die geistige Leistungsfähigkeit, macht dick, erhöht das Risiko an Diabetes Typ II zu erkranken und früher zu altern.

Im Kapitel 2 kann man anhand von umfangreichen Fragebögen herausfinden, welcher Stresstyp man ist. In Frage kommen:

Typ I: Ausgebrannt, erschöpft, abgestumpft, depressiv
Typ II: Ruhelos, vom Leben überfordert
Typ III: Emotional hypersensibel
Typ IV: Getrieben, kontrollierend
Typ V: Cholerisch, kann nicht kürzer treten

Im 2. Teil des Buches werden die Mittel und Wege der Veränderung erörtert. Zur Sprache kommen:

1. Weg zum inneren Frieden
2. Heilsame Ernährung
3. Ruhe und Bewegung
4. Die Kraft des Denkens
5. Die Kraft der Gemeinschaft
6. Lebendiger Geist

Thematisiert werden die Wege zum inneren Frieden und die Methoden, um inneren Frieden und Entspannung herbeizuführen. Roberta Lee gibt dem Leser sogar eine Meditationsanleitung mit auf den Weg. Tai Chi und Yoga kommen zur Sprache, auch eine Anleitung zur ayuvedischen Fußmassage.

Ihre Anti- Stress- Diät ist sehr empfehlenswert, auch das Glas Rotwein und der Zimt. Dass B6 und B12, Magnesium und Folsäure unerlässlich für die Produktion des "Wohlfühltranmitters" Serotonin, weiß ich seit ich mich mit den Lehren von Dr. Strunz befasse und kann Lees Empfehlungen nur bestätigen. Essen Sie Haferflocken und Walnüsse, dann geht es Ihnen von Tag zu Tag besser.

Ruhe und Bewegung muss man sich gönnen. Ich habe zwar in meinem Leben noch nie Einschlafprobleme gehabt, aber dennoch las ich die Rezepte für gesunden Schlaf mit großem Interesse. Warme Socken sollen helfen, auch Melatonin, Baldrian und Hopfen. Ich glaube ein langweiliges Buch hilft auch.

Sehr gut sind die Dehnübungen mit einem Theraband beschrieben und auch das Ganzkörpertraining. Gefallen auch hat mir das Kapitel, das die Kraft des Denkens im Fokus hat und dort die Überlegungen zum Optimismus und wie man diesen erlernen kann.

Wer begreift, wie wichtig die Gemeinschaft ist, besonders für supergestresste Menschen und wie hoch die Kosten der Einsamkeit sind, wird beginnen ein persönliches soziales Netz aufzubauen.

Werte, Kontakt mit der Natur, Poesie erleben und das Bemühen um Freundlichkeit helfen Stress abzubauen.

Das Vierwochenprogramm gegen Stresshormone, das dann ausführlich erläutert wird, ist untergliedert in:

Erste Woche: Ruhe in Ihr Leben bringen.
Zweite Woche: Entgiftung von Geist, Körper und Seele - und Umfeld
Dritte Woche: Wiederherstellung und Neuaufbau
Vierte Woche: Gemeinschaft und Spiritualität

Kapitel 10 erklärt die Anti-Superstress-Strategien für Ihren Typ. Zur Sprache kommen jeweils zunächst die Verhaltensmuster, die Ernährung, Nahrungsergänzung, Bewegung und besondere Strategien. Dieser Erklärungen sind überaus erhellend und sollten unbedingt praktisch umgesetzt werden. Auch die Strategien gegen Symptome sollte man befolgen. Angst, Depression, chronisches Erschöpfungssyndrom, Magenbeschwerden, Schlaflosigkeit und PMS müssen nicht länger ein Problem sein. Selbst die Unterstützung der Libido und die Verbesserung der Gedächtnisleistung ist möglich, wenn Sie die Ratschläge dieser klugen Ärztin befolgen.

Der Normalkostplan für das Vierwochenprogramm am Ende des Buches bedarf keiner großen Vorkenntnisse am Herd. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die genervt sind und am liebsten in die Tastatur ihres Computers beißen möchten.
Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.


Rezension: Dein Herz- Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer

"Noch immer wird viel zu selten bedacht, dass das Herz auch ein Schmerzorgan der Psyche ist und als solches reagieren kann." (Zitat: Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer)

"Geh aus, mein Herz, und suche Freud
In dieser lieben Sommerzeit..." (Das ist der Beginn aus dem "Sommergesang" von Paul Gerhardt (1607-1676) und vielleicht der eigentliche Schlüssel zu einem gesunden Herzen.)

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer hat ein äußerst interessantes Buch über das Herz geschrieben und zwar ein Buch, das über die medizinischen Vorraussetzungen hinaus geht. Der Mediziner konstatiert gleich zu Anfang im Hinblick auf das Thema Herz: "Denn wer sich auf das Thema erst einmal einlässt, merkt schnell, dass es mehr mit dem Herzen auf sich hat, als wir Ärzte uns allein zu erklären vermögen. Auch als Therapeuthen sollten wir uns psychologisch, philosophisch und kulturgeschichtlich beraten lassen, wenn wir verstehen möchten, was es heißt: In der Mitte... das Herz." (Zitat: S.9)

Der Autor verdeutlicht, dass wesentliche Impulse unseres Handels nach den Vorstellungen vieler Kulturen aus den zentralen Organen des Lebens, sprich aus dem denkenden und fühlenden Herzen kommen (vgl.: S. 21). Dieses Herz schlägt, wenn es gesund ist, gleichmäßig, bei einem Erwachsenen normalerweise zwischen 60- und 80 mal pro Minute, 100 000 Mal am Jahr und 2,5 Miliarden Mal während eines 70jährigen Lebens (vgl.: S. 32).

Grönemeyer berichtet im ersten Kapitel dieses Buches, wie das Herz funktioniert, schreibt über die gelösten und ungelösten Rätsel der Herzsteuerung, über die Gefäße und den Blutdruck, verdeutlicht u.a. wie man Gefäßerkrankungen vorbeugen kann, thematisiert in diesem Zusammenhang den Cholesterinspiegel und informiert über Angina Pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Der Autor beschreibt das Phänomen des Herzinfarktes sehr genau: "Das beklemmende Gefühl der Enge im Brustraum, starke Schmerzen bis in den Oberbauchbereich, oftmals ausstrahlend in die Schultern, in den linken, seltener in den rechten Arm, den Kiefer, den Unterbauch, den Rücken. Fünf Minuten länger kann das dauern. Erbrechen, Schweißausbrüche, Atmennot und panische Todesangst sind typische Begleiterscheinungen eines Herzinfarktes, ebenso wie Erblassen und Schweiß." (Zitat: S. 103)

Grönemeyer nennt in der Folge die Ursachen und was man spontan tun kann, wenn der Verdacht auf einen Herzinfarkt vorliegt. Des Weiteren thematisiert er Herzentzündungen und Herzinsuffizienz, bevor er den Leser mit der mythischen, religiösen, philosophischen und künstlerischen Herzerfahrung vertraut macht. Der Autor stellt bei seinen mythischen Herzerfahrungen fest, dass seit den Tagen des Gilgamesch-Epos ohne die "Macht des Herzens", dem Fröhlichkeit, Milde, Güte und Urteilskraft zugesprochen wird, die Geschichte der Zivilisation nicht denkbar wäre, (vgl: S. 145).

Es gelte stets die "Menschenverträglichkeit" von medizinischen und medizintechnischen Entwicklungen zu überprüfen, so Grönemeyer, weil mit hochentwickelter Ingenieurkunst sich alleine das Leben nicht bewältigen lässt. Auf eine solche Weise bliebe das Herz auf der Strecke. Ohne Seele könne das Herz nicht gesund bleiben, so der kluge Mediziner. Dies wissen die Menschen seit Jahrtausenden. Der Autor warnt diesen Konsenz aufgrund von wissenschaftlichem Ehrgeiz aufzugeben und empfiehlt stattdessen, das Wohlbefinden des Herzens ganzheitlich begründet zu sehen, (vgl.: S. 175).

Im 3. Teil des Buches erfährt man Näheres über die einzelnen Erkrankungen des Herzens, konkret über die jeweiligen Symptome, die Diagnose, die Therapie und die Vorsorge. Auf den Seiten 184/185 wird erläutert, wie man bei einem akuten Angina-Pectoris-Anfall vorgehen soll. Der Autor listet nicht zuletzt sein persönliches Vorsorgeprogramm gegen Angina Pectoris und Arteriosklerose auf, das man in ähnlicher Form auch bei Dr. Strunz in seiner "Frohmedizin" nachlesen kann.

Man wird des Weiteren über Blutdruckerkrankungen und entzündliche Erkrankungen des Herzens unterrichtet, lernt Fehlbildungen des Herzens kennen und kann sich in die Symptome eines Herzinfarktes vertiefen. Der Mediziner informiert, welche Medikamente nach einem Infarkt fast immer verordnet werden und unterstreicht, dass eine Veränderung des Lebensstils unterstützend dabei wirken kann, keinen weiteren Herzinfarkt zu bekommen. Ich möchte an dieser Stelle nicht alle Erkrankungen des Herzens, die im Buch genannt werden, aufzählen, aber darauf hinweisen, dass Grönemeyer auch das Phänomen Stress in der Folge reflektiert. Zudem erklärt er, wie man einen Beipackzettel liest und was die wichtigsten Herz-Medikamente und Vitalstoffe sind.

Sehr gut gefallen hat mir das Kapitel über Naturheilkunde und Bewegung. Hier liest man u.a. auch, dass Menschen, die einen Herzinfarkt überlebt haben, meditieren sollen, sofern sie unter depressiven Stimmungen leiden.

Das kleine ABC der Laborwerte zum Schluss und das Kleine ABC der Untersuchungsmethoden, Eingriffe und Operationen fand ich sehr erhellend und mit großem Interesse habe ich mir die Bilder aus dem Körper betrachtet. Solche Bilder kannte ich bislang noch nicht.


Ein überaus informatives Buch. Empfehlenswert.

Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.

Rezension:Was aus der Depression hilft: Das Leben akzeptieren - Verantwortung übernehmen - Schritte wagen (Taschenbuch)

Der Sachbuchautor Holger Reiners hat lange Jahre unter schwersten Depressionen gelitten. In dem vorliegenden Buch befasst sich der Autor mit dieser Krankheit, aufgrund dieser sich jedes Jahr in Deutschland eine große Anzahl von Menschen das Leben nehmen.

Personen, die unter Depressionen leiden, sind Schlaflosigkeit, Antriebsarmut und Libidoverlust nicht fremd. Schlimmer als diese Phänomene der Krankheit allerdings, sind das schleichende Verblassen des Lebenselans mit einer wohl immer stärker werdenden Todessehnsucht. Für die Depression ist der Gemütszustand nicht nachlassender Trauer symptomatisch. Der Autor schreibt, es sei eine Traurigkeit ohne konkreten Anlass, ein das Leben zersetzendes Gefühl des Verlassenseins, des Allein- und Ausgeliefertseins. Keiner könne den depressiven Menschen aus seiner tränenlosen Traurigkeit befreien, "Kein freundliches Wort, keine dargebotene Perspektive, kein Geschenk." Unbestechlich sei die Traurigkeit in der Depression.


In den Augen des Verfassers handelt es sich bei dieser Krankheit um einen Tumor der Seele. Dass Menschen, die an Depressionen leiden, nicht sterben, sondern tot sein wollen, beschreibe die Dramatik der Krankheit in besonders plastischer Form, (vgl: S.33). Reiners sagt das sehr anschaulich: "Wer depressionsbedingt- nicht altersbedings!- jedwede Hoffnung aufgegeben hat, wer die Angst nicht mehr erträgt und sich in den gedanklichen Strudeln der Verzweiflung nicht mehr entziehen kann, will nicht sterben, er will tot sein."

Der Autor erläutert, was die Todesphantasien in der Depression bedeuten, analysiert die Todessehnsucht, an deren Beginn - ganz tief empfunden - einzig und allein die Aussicht auf Erlösung stünde. Von daher habe der Tod des Depressiven durch eigene Hand nur ein Motiv, die Erlösung von dem schmerzlosen Schmerz, der die Seele zerfresse, wie Krebs das gesunde Gewebe bei unerträglich körperlichem Schmerz.

Reiners wünscht sich, dass wir dem Seelenkrebs Depression mit den gleichen Maßstäben begegnen, wie allen anderen schweren Erkrankungen. Er zeigt in seinen Ausführungen, dass es eine Art von Kreativität gibt, die zu Selbstzerstörung führt. Sie stelle einen einsamen Akt dar, dem jeder konstruktive Impetus fehle. Man suche die Isolation, weil man die Welt um sich herum und sich selbst nicht mehr ertragen könne. Dies Phase der Krankheit sei eine Art von kreativer Selbstmontage. Man sei zu diesem Zeitpunkt sehr empfindlich. Es bedürfe der Rücksichtnahme seitens des Umfeldes. Reiners ist überzeugt, dass sich die Selbstzerstörungskräfte aufheben und neu zentrieren lassen, doch dazu bedürfe es nicht nur der Behandlung, sondern auch der Empathie, die "vorurteilsfrei, schnell und konsequent alle therapeutischen Mittel einsetzt, um den Kranken von seiner kreativen Selbstzerstörung abzuhalten".

Der Autor betont, dass die Behandlung einer Depression kein Wellnessprogramm der Seele sei, sondern einer Operation ähnele an einem lebenswichtigen Organ und er betont an einer anderen Stelle weiter, dass niemand im Umgang mit einem Menschen, der unter Depressionen leide, sich anmaßen solle zu wissen, was für den Kranken gut sei. Dies bleibe allein der Einschätzung der Psychiater und Psychologen überlassen. Viele Kranken bagatellisieren diese Krankheit und verbauen sich damit die Chance einer Heilung. Sport sei keine Therapie, aber er sei für Depressive dennoch sehr wichtig, dabei begründet er auch weshalb. Ferner thematisiert er im Zusammenhang mit der Depression Psychopharmaka, das Phänomen der Flucht in den Schlaf und ein weiteres Phänomen, dem er das Kapitel widmet " Wenn Angst den Willen zerfrist".

Interessant auch ist zu lesen, wie sich Depressive in ihrem Umfeld bewegen, für das der Autor hofft, dass es mitfühlend sei. Reiners unterstreicht, dass der Depressionsleidende die Regeln im Umgang mit anderen ebenso einhalten muss, wie seine Mitmenschen. Mit dem Rückzug der verständnislosen Angehörigen und der Schroffheit des Kranken sei niemand gedient, weiß der Verfasser, der es heute bedauert, dass er einst zu wenig Brücken gebaut habe und seine Sprachlosigkeit in jener Zeit ebenso bedauernswert erachte, wie das ignorante Verhalten seiner Nächsten.

Angehörige von Depressionskranken benötigten Wissen und Mut. Leider überwögen trotz aller Informationskampagnen noch immer Scham- und Schuldgefühle. Depressionen sollten behandelt werden. Die Behandlung braucht aber Zeit.



Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.



Rezension:Propolis -Gewinnung-Rezepte -Anwendung

Klaus Nowottnick thematisiert in seinem Praxisbuch Propolis, die Heilkraft aus den Bienen. Informiert wird man zunächst über die Herkunft und Bedeutung der Propolis. Dieser Stoff wird von Bienen produziert und besteht aus einer Vielzahl phenolischer Komponenten. Es ist ein Produkt zu deren Überlebenssicherung und an sich für sie selbst und nicht für den Imker gedacht.

Propolis vermag mittels seiner bakteriziden und bakteriostatischen Eigenschaften die Gesundheit des Bienenvolkes entscheiden beeinflussen. Bei Propolis handelt es sich um eine Mischung aus Harzen. Man erfährt, wie das Produkt gesammelt wird und weshalb. Propolis ist überaus gesund, um es zunächst kurz auf den Punkt zu bringen.

Der Autor berichtet von der Geschichte der Propolis und in der Folge von der Sammelstrategie der Bienen. Man erfährt, welche Bienen Propolis sammeln und wie sie dabei vorgehen. Aufgeklärt wird man über die Zusammensetzung von Propolis. Ich zitiere " Es besteht nicht alles aus klebrigem Harz, das aber trotzdem etwa 50% ausmacht, denn die Honigbienen verarbeiten die Substanz zusammen mit Wachs (30%) und einem geringen Pollenanteil (5%) sowie ätherischen Ölen (10%).

Popolis enthält mehr als 300 Inhaltstoffe. Seine stärkste Wirkung soll der Stoff gegen Eitererreger, gegen Erreger des Rotlaufs, des Thypus und gegen zahlreiche Darmkeime entfalten.

Aufgeklärt wird man ausführlich wie Propolis gewonnen wird, wie die Verträglichkeit ist, wie er wirkt und angewendet wird. Propolis hilft u.a. gegen Viren und Pilze, bei Entzündungen, bei Gelenkproblemen und anderem mehr. Ferner soll er das Immunsystem stärken.

Nowotnick wartet mit vielen Anwendungsmöglichkeit auf und erklärt u.a. die Rezepturen mit Propolis. Es ist unkompliziert die Tinkturen und Salben herzustellen und sie zu gegebenem Anlass anzuwenden. Da Propolis das Immunsystem stärkt und der Körperentgiftung dient, meine ich, dass man sich den Stoff jeden Tag zuführen sollte.

Ein gutes Buch.
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Rezension: Für immer jung? Wechseljahre aus ganzheitlicher Sicht

Dr. med Carmen Alice Kirstgen hat ein sehr brauchbares Buch zum Thema Wechseljahre verfasst. Wechseljahre vollziehen sich bei den meisten Menschen zwischen dem 45. und 53. Lebensjahr. Die Autorin erklärt, was in diesen Jahren mit dem weiblichen Zyklus geschieht. Sie erläutert auch, was bei Männern in der Andropause passiert. Bei Männern ab 50 kann es zu einem drastischen Abfall der Testoteronproduktion kommen.

Die Autorin listet in der Folge die Symptome der Wechseljahre auf. Bei beiden Geschlechtern können vegetative Beschwerden auftreten. Die nennt: Schlafstörungen, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Herzjagen, Schwindel. Erschöpfung und Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Abnahme der Leistungsfähigkeit und Vitalität, dazu noch Abnahme der sexuellen Lust und Erektionsstörungen bei Männern.


Zusätzlich nennt sie seelische Beschwerden wie Gereiztheit, depressive Stimmung und Angstgefühle, die bei Männern und Frauen in diesem Alter auftreten können, zudem kann es bei länger andauerndem Hormonmangel zu organischen Beschwerden kommen. Die Liste an Veränderungen müssen nicht auftreten, aber sie können. Genetische Vorbedingungen und Lebensführung spielen eine entscheidende Rolle dabei wie schnell man altert und wie stark hormonelle Veränderungen das Wohlbefinden beeinflussen können.


Die Ärztin erklärt in der Folge, was man tun kann, um gut durch die Wechseljahre zu gelangen. Bewegung und Entspannung, Entgiftung und homöopathische Therapien, Hormonersatztherapien, auch Gespräche können hilfreich sein. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die sechs Lebensregeln von Hildegard von Bingen, um bis ins hohe Alter gesund und fit zu sein. Diese Lebensregeln können Sie dem Buch entnehmen.

Die Ärztin wartet mit vielen Fallgeschichten und Übungen auf, reflektiert in diesem Zusammenhang die Kunst der Achtsamkeit und verdeutlicht, dass die zweite Lebenshälfte eine Menge positiver Herausforderungen bietet und hormonelle Veränderungen keineswegs die Lebensqualität mindern müssen.


Alles in allem ein gutes Buch, das aufklärt und deutlich macht, dass man mit 50 keineswegs auf dem absteigenden Ast ist.



Rezension: Menière desaster von Sylvia B.

Sylvia B. berichtet in diesem Text von ihrer beinahe zwei Jahrzehnte andauernden Menière-Erkrankung. Bevor ich das Buch zur Hand nahm, wusste ich nichts von dieser Krankheit. Ich entnahm den Begriffserklärungen auf den letzten beiden Seiten, dass der französische Arzt Prosper Menière vor 150 Jahren erstmals davon ausging, dass Symptome wie Schwindel, Hörverlust und Tinnitus im Zusammenhang stehen und möglicherweise durch eine Erkrankung des Innenohrs ausgelöst werden. Vincent van Gogh litt an dieser Krankheit, die man wohl nur dadurch in den Griff bekommt, dass man das Gleichgewichtsorgan mit Gentamicin ausschaltet.

Die Autorin schreibt in einer eigenwilligen Mischung aus Lyrik und Prosa, ohne Punkt und Komma, die dem Text eine gewisse Unwirklichkeit verleiht, die mich sehr beeindruckt hat, von ihrer Kindheit, in der sie viel preußischen Drill erfuhr und gelernt hat, sich in allen Lebenslagen zu disziplinieren. Sie schreibt:



"mein umfeld war begeistert
und honorierte die dressurakte
entsprechend
es wurde ganz arbeit geleistet
und das ließ man sich auch etwas kosten"


Sie fragt sich allerdings, nach allem, was ihr in ihrem späteren Leben wiederfuhr:


"was hat der drill gebracht
außer
dass ich mich in der gesellschaft
bewegen kann
dass ich egal was um mich geschieht
immer haltung bewahre"


Diese Sätze halte ich für zentral in ihrem Bericht, denn ich denke, dass ihrer körperlichen Erkrankung mit all dem Leid und dem Schmerz, die damit verbunden waren, ein unerträgliches Maß an seelischer Verletzung vorausging. Das schöne, intelligente Mädchen, in das große Erwartungshaltungen gesetzt wurden, wird viel zu früh schwanger von dem Mann, den sie als ihre große Liebe bezeichnet. Endlich glaubt sie um ihrer selbst Willen geliebt zu werden. Doch genau dieser Mann verlässt sie, weil er noch nicht reif genug war, Verantwortung zu tragen. Sylvia geht noch schwanger eine "sachliche romanze" ein, denn sie glaubt einen Versorger für ihr Kind zu benötigen und heiratet den "notnagel für ihre beziehungskiste", der zu ihren Strukturen passt, wie sie schreibt.


Nun, da alles in trockenen Tüchern ist, richtet sie mit ihrem Gatten ihr gemeinsames Leben ein. Sie bringt eine weitere Tochter zur Welt, reibt sich in ihrer Beziehung immer mehr auf, um ihren Fehltritt auf diese Weise ungeschehen zu machen und zu zeigen, dass sie eine besonders tüchtige Gefährtin ist. Sylvia wird krank. Schon lange hat sie bemerkt, dass mit ihrem Gatten, der in seinem Beruf sehr erfolgreich ist, etwas nicht stimmt. Sie ahnt nicht, dass er schwer drogenabhängig ist, will es vielleicht auch nicht wirklich wissen, weil ihre Idylle dadurch zu zerbrechen droht.


Plötzlich beginnen die Schwindelanfälle, sie übergibt sich pausenlos. Ihr Kopf dröhnt. Ihre Hölle beginnt. Sie leidet an der Gefühlskälte ihres Gatten, leidet an ihrem Leben. Ihre vermeintliche Ohnmacht sucht sich einen Ausweg, indem ihr kluger Körper ihr zeigt, dass sie aus dem Gleichgewicht geraten ist. Sie will es nicht wahrhaben, auch die Ärzte begreifen zunächst nicht, was ihr Körper produziert hat. Sie halten sie für eine Simulantin. Aber Sylvia simuliert nicht..........


Sylvias Angstdepression hat sich einen Ausweg gesucht. Sie straft sich durch ihr Menière Desaster dafür ab, dass sie sich nicht wagte frühzeitig all dem Horror, der das Ergebnis der Erwartungshaltungen ihrer Mutter waren, ein Ende zu setzen.


Ein eindringlicher Text, der sehr nachdenklich stimmt.


Rezension: Die besten Tipps für eine klasse Figur (Gebundene Ausgabe)

Die Kinesiologin Helga Baureis hat einen bemerkenswerten Ratgeber vorgelegt, der den Lesern dazu verhilft ihre gute Figur zu behalten oder auch ungeliebten, überflüssigen Winterpolstern rasch ade zu sagen.

Baureis zeigt ihren Lesern wie sie sich dahingehend leicht selbst motivieren und getroffene Zielsetzungen realisieren können. Dabei offenbart sie Schritt für Schritt den Weg, der zur Traumfigur führt, bzw. zeigt, wie man diese ohne spartanische Selbstkasteiung behalten kann.

Sie rät Wasser zu trinken, weil dadurch Hungergefühle zwischen den Mahlzeiten beruhigt werden und macht klar, wie man auf natürlichem Wege durch Gewürze und Kräuter eine gute Verdauung erreichen kann. Auch erklärt sie das Meridian-System und verdeutlicht, welche Punkte man am Körper massieren muss, um das Lymphsystem, welches für die Ausleitung von Giftstoffen zuständig ist und die Selbstheilungskräfte aktiviert, gezielt zu stimulieren.


Wenn man schlank bleiben oder es werden will, sollte man darauf achten, zwischen den einzelnen Mahlzeiten eine Esspause von 5 Stunden einzulegen und den glykämischen Index der Nahrungsmittel im Auge behalten. (So habe ich meine Figur übrigens seit Jahren im Griff, und kann insofern bestätigen, was Bareis hier schreibt. Es funktioniert!)


Mit großem Interesse habe ich gelesen, was die Autorin zu den so genannten Schüßler- Salzen schreibt, denn diese können Heißhungerattacken auf bestimmte Nahrungsmittel relativieren. Wer nicht zu bremsenden Heißhunger auf Schokolade hat, sollte Magnesium phosphoricum zu sich nehmen.


Neugierig machte mich auch die Beschreibung der Ölziehkur, zu der Baureis alle 6-8 Wochen rät, weil sie die Abwehrkräfte steigert und dafür sorgt, dass man länger lebt.


Wer an Energiemangel leidet, sollte kühlende Nahrungsmittel meiden. (Diese werden im Einzelnen näher benannt.)


Um den Fettzellen einzuheizen, sollte man scharfe Gewürze zu sich nehmen. Durch die Gewürze wird die Thermogenese des Körpers angeregt und die Energie, auch der Nahrung verstärkt in Form von Wärme verbraucht. Hilfreich für eine gute Figur sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Bioflavonoide, Chlorophyll und all die anderen Stoffe, die sich in frischer und naturbelassener Nahrung in perfekter Zusammensetzung finden.


Im Übrigen hilft Kohl beim Abnehmen, weil er den Zucker- und Fettstoffwechsel reguliert.

Die Autorin nennt schlank machende Kräuter und zählt Dickmacher auf. Sie nennt u.a. Bewegungsfaulheit und Stress, der dazu führt, dass der Körper seine Reserven gegen die "Gefahr" zu schützen sucht.


Hochinteressant ist das, was Baureis von der Übersäuerung des Körpers zu berichten weiß. Dieser sollte man vorbeugen, denn sie macht dick, hässlich und alt.


Bei allem sollte man versuchen emotionale Blockaden abzubauen und die innere Balance zu finden. Wer aus dem seelischen Gleichgewicht gerät, wird leicht übergewichtig!


Man kann über die Nahrung die Serotoninproduktion steigern und auf diese Weise gelassener und ausgeglichener werden. Serotonin ist immer an unserem Sättigungsgefühl beteiligt.


Die Autorin nennt die glücksbringenden Nahrungsmittel, zu denen u.a. Chilischoten zählen, die das Gehirn dazu anregen, mehr Endorphine und körpereigene Opiate zu produzieren.


Dass Sport gesund, schön, aber auch schlau macht und für gute Laune sorgt, begründet Baureis dezidiert und legt zum Schluss eine Austestliste vor, die dem Leser hilft , die richtige Strategie zu finden, um bis ins hohe Alter gertenschlank zu bleiben.


Empfehlenswert!